Therapien im Detail

An dieser Stelle möchten wir die verschiedenen Therapien und Abläufe näher erläutern. Erklären, warum manches notwendig und wirksam und vieles unterstützend und hilfreich ist.

Die orofaziale Regulationstherapie nach Castillo Morales

Probleme im orofazialen Bereich sind im Zusammenhang mit einer Gesamtstörung zu sehen. Für Menschen mit zerebralen Bewegungsstörungen ist es Bedeutung, dass es Behandlungskonzepte gibt, die die gesamte Haltung und Bewegung berücksichtigen. Die Therapie nach Castillo Morales ist ein solches Konzept. Die Anwendung der orofazialen Regulationstherapie – die das Ziel hat,  physiologischer Bewegungsabläufe im Gesichtsbereich anzubahnen sowie die Nahrungsaufnahme zu ermöglichen,  wird daher immer mit der Regulation des gesamtkörperlichen Tonus verknüpft.

Der orofaziale Komplex ist ein Organsystem, das durch den Zusammenschluss verschiedener anatomisch-physiologischer Elemente gebildet wird die folgenden Funktionen zu entwickeln und dazu beizutragen:

Nahrungsaufnahme- Mimik- Atmung- Phonation

In der Arbeit  nach dem Castillo Morales Konzept orientieren wir uns an der Funktion. Voraussetzung ist, die normalen physiologischen Abläufe der Bewegung zu kennen, um die verschiedenen pathologischen Prozesse im Bereich des orofazialen Komplexes zu verstehen.

Unser Organsystem erhält permanent Reize aus dem Inneren und von der Außenwelt. Es benötigt deshalb verschiedene regulierende Mechanismen, die letztendlich dazu dienen, diese multiplen Reize zu sieben, zu verarbeiten und adäquat darauf zu reagieren. Verschiedene Mechanismen regulieren den Gesamtprozess mit dem Ziel ein harmonisches Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Muskeln zu gewährleisten und ein Gleichgewicht herzustellen.
Eine Störung in einem Teil des orofazialen Komplexes wirkt sich nicht nur dort aus, sondern stört das Gleichgewicht des gesamten Organsystems. Dies ist ein wichtiger Faktor in Hinblick auf die Befundaufnahme und das weitere therapeutische Vorgehen.

Wer wird nach dem Castillo Morales Konzept behandelt?

Kinder mit muskulärer Hypotonie z.B. im Rahmen genetisch bedingter Syndrome (Down Syndrom; Pierre Robin Sequenz; Moebius-Sequenz; Franceschetti-Syndrom; Kinder mit Lippen-, Kiefer-, Gaumen-, Nasen-, Segel-, Rachen-Fehlbildungen)

  • Neugeborene mit Saug-und Schluckstörungen
  • Frühgeborene
  • Patienten mit Fazialisparesen
  • Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen
  • Patienten mit orofazialen, kraniofazialen Struktur- und Funktionsstörungen
  • Patienten mit zentralmotorischen Störungen und orofazialen Beeinträchtigungen
  • Patienten nach Schädel-Hirntrauma
  • Patienten mit Dysphagien
  • Patienten mit Mehrfachbehinderungen
  • Patienten mit peripheren Paresen

Die Ziele im Castillo Morales Konzept

  • Unterstützung von Position und Bewegung, um handeln zu können
  • Regulation des Muskeltonus und Verbesserung von Haltung, Aufrichtung und Bewegung
  • Förderung der körpereigenen Wahrnehmung als Voraussetzung für sensomotorisches Lernen
  • Verbesserung der orofazialen Funktionen für Aktivitäten wie Saugen, Schlucken, Kauen und Speichelflusskontrolle
  • Erweiterung der Kommunikationsmöglichkeiten

Die Ergebnisse einer sorgfältig und empathisch durchgeführten Befunderhebung, die den Patienten in seiner alltäglichen Tätigkeit und Umgebung erfasst, sollen dann in konkretes therapeutisches Handeln umgesetzt werden.

 

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